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Mechthild Wohter predigt von Geistkraft, Mutkraft und Trotzkraft

< Segnungsgottesdienst gegen Diskriminierung und für Vielfalt
19.05.2021

Mechthild Wohter aus Soest war eine von zwölf Frauen beim zweiten, bundeweiten Predigerinnentag, den der kfd-Bundesverband unter dem Leitwort „12 Frauen. 12 Orte. 12 Predigten.“ in ganz Deutschland organisiert hat.

Die Geistliche Begleiterin des kfd-Diözesanverbands Paderborn predigte am Tag der Apostelin Junia in der St. Thomas Morus Kirche in Bielefeld-Sennestadt. Die kfd will damit deutlich machen, dass Frauen ihrer Berufung folgen. Sie tragen die Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche dorthin, wo es an Gleichberechtigung bislang fehlt: in die katholischen Kirchen. In der neu gestalteten Kirche St. Thomas Morus vereinte ein Frauengottesdienst auf Orts-, Diözesan- und Bundesebene den Predigerinnentag und das diözesane Projekt „Himmlisch weiblich“, das auch die örtliche kfd-Gruppe St. Kunigunde initiiert hat.

Diözesanpräses Roland Schmitz zelebrierte die Eucharistiefeier. Er erklärte, die Apostelin Junia stünde in Verbundenheit mit allen Frauen, deren Berufungen und Charismen nicht gesehen würden. Er dankte Mechthild Wohter für ihre inhaltstarken Ausführungen.

Die ganze Predigt können Interessierte hier im Film von Reinhard Brosig verfolgen.    

„Am Beispiel der Apostelin wird deutlich, dass die Geistkraft Gottes Frauen schon immer in die Nachfolge Jesu gerufen hat. Ich fühle mich gerufen“, sprach die 63-Jährige von ihrer Motivation. Junia sei erst 2016 in die neue Einheitsübersetzung der Bibel aufgenommen worden. Jahrhundertelang sei man wegen eines Übersetzungsfehlers davon ausgegangen, es handele sich um den Mann „Junias“, wandte sie sich einleitend an die Zuhörenden. Ihre Predigt, die sie an Texte aus der Apostelgeschichte und den Abschiedsreden Jesu aus dem Johannesevangelium anlehnte, überschrieb sie mit den Worten „Geistkraft - Mutkraft - Trotzkraft“. Sie machte deutlich: „Die prophetische Kraft ermächtigt mich, Stellung zu beziehen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung, gegen Machtmissbrauch und Ungerechtigkeiten in Gesellschaft und Kirche und für eine geschlechtergerechte Verteilung von Diensten und Ämtern, so wie das bereits in der Urkirche gelebt wurde.“ Dafür bräuchte es Vernetzung mit Frauen und Männern, Priestern und Laien, die mit Gesprächsbereitschaft, Offenheit und weitem Herzen Denkmuster durchbrechen und sich für ein Gelingen des synodalen Weges einsetzen würden, so ihr Aufruf. „Junia ist im Rahmen der bundesweiten kfd-Predigerinnentage aus dem Schatten herausgetreten und sichtbar geworden. Ich wünsche mir, dass sie bald in den Heiligenkalender aufgenommen wird, damit viele diese starke Frau neu entdecken können“, schloss sie ihre Predigt.

Weitere Informationen unter: www.kfd.de/predigerinnentag2021

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