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Gerecht - Online-Gottesdienst am Tag der Hl. Katharina v. Siena

< Tag der Diakonin am 29.4.2020 – anders als gewohnt!
01.05.2020

- Tag der Diakonin -


Ein Online-Gottesdienst unter dem Leitwort „gerecht“ lud am 29. April 2020, dem Gedenktag der bekannten Kirchenlehrerin und Heiligen Katharina von Siena zum Gebet für mehr Geschwisterlichkeit in Kirche und Gesellschaft ein.

An der Vorbereitung waren neben Mitarbeiterinnen des Erzbischöflichen Generalvikariates die kfd und andere Frauenverbände sowie das Diözesankomitee beteiligt. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Gleichnis vom Richter und der Witwe (Lk 18, 1-8), in dem es um Gerechtigkeit und Mut geht. In unterschiedlichen Statement berichteten Frauen und Männer von Erfahrungen, Erlebnissen und Wünschen, die für sie Gerechtigkeit und Mut ausdrücken.

Dieser Gottesdienst war ein erster Schritt der zweiten Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn, bei der im Dezember 2019 rund 250 Frauen miteinander in Austausch kamen.

Die Idee zu diesem Gottesdienst ist Schritt für Schritt entstanden, seit im Januar damit begonnen wurde, die Ergebnisse der Frauenkonferenz zu bündeln. Oft wurde dort der Eindruck geäußert: Die Perspektive von Frauen wird in der Kirche nicht in dem Maße berücksichtigt, wie es eigentlich möglich und im Sinne der Taufberufung aller auch wünschenswert wäre. „Das umfasst den Einsatz von Frauen in verschiedenen kirchlichen Aufgaben. Aber auch im spirituellen Bereich findet die Sicht von Frauen auf Bibeltexte, auf ihren Alltag, auf Glauben und Leben noch zu wenig Gehör“, sagt Dr. Annegret Meyer, Theologin und Leiterin der Abteilung „Glauben im Dialog“ im Erzbischöflichen Generalvikariat.

Nach der Frauenkonferenz wurde als Ziel angepeilt, im Verkündigungsdienst aller Getauften mehr Dialog zu erreichen. Dafür konnte an eine bestehende Initiative „angedockt“ werden: Die Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz hat in Kooperation mit dem Katholischen Bibelwerk für 2019/2020 die Aktion „Frauen verkünden das Wort“ aufgelegt. Hier werden Impuls- und Predigttexte von Frauen aus unterschiedlichen Kontexten gesammelt – am Ende ist eine gemeinsame Publikation geplant. Inspiriert durch diese Aktion entstand – noch vor der Corona-Krise –die Idee, Workshops zu Bibelauslegung, Alltags- und Glaubenssprache für Frauen anzubieten. Diese Workshops sollten mit einem Gottesdienst verbunden werden, damit die Workshop-Teilnehmerinnen ihre Impulse direkt auch praktisch einbringen konnten.

Weibliche Vorbilder sollten mit ihren Gedenktagen als „Patinnen“ über den jeweiligen Terminen stehen. Der Auftakt sollte der 29. April sein, der Gedenktag der heiligen Katharina von Siena. Die Heilige lebte im 14. Jahrhundert, hatte unter anderem das offizielle Predigtrecht der Kirche und war Beraterin des Papstes. „Insofern ist die heilige Katharina ein gutes Verkündigungs-Vorbild für Frauen“, erklärt Dr. Annegret Meyer, die darin ein Zugehen auf Initiativen katholischer Frauenverbände sieht, die seit 23 Jahren den 29. April für sich als „Tag der Diakonin“ begehen. Das könne als Zeichen der Annäherung verstanden werden in dem Bewusstsein, dass manch kritische Frage zunächst unbeantwortet bliebe.