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Oktober 2020

Himmlisch weiblich

Foto: kfd St. Kunigunde

Die kfd-Gruppe St. Kunigunde in Bielefeld-Sennestadt fühlt sich sehr von unserer Projektidee "Himmlisch weiblich"

angesprochen und hat mit der Künstlerin Nina Koch eine Frauenpersönlichkeit entdeckt, in deren Werke der Glaube ein zentraler Impulsgeber ist. Nina Koch lebt und arbeitet als Bildhauerin in Bielefeld. Viele ihrer Kunstwerke stehen im öffentlichen Bielefelder Raum - vielen Frauen ist Nina Koch aber kaum bekannt. Das wollen Beate Rasche-Schürmann und Gisela Jistel-Brosig ändern und laden kfd-Frauen mit ihren Gemeinschaften zu einem Stadtspaziergang rund um Bielefeld ein. Auf dem knapp 5 km langen Weg zwischen Paulus-Kirche und Piuskapelle (es gibt einen wunderbaren Flyer) lernt man Bielefeld und Nina Koch's Skulpturen auf besondere Weise kennen. Ich hatte am Erntedanksonntag, das besondere Glück bei einem Spaziergang mit 20 Frauen, Nina Koch persönlich kennenzulernen. Ich erlebe eine uns zugewandte Frau, die uns gerne an der Entstehung ihrer Skulpturen teilhaben lässt. Die Arbeit mit den Händen - das Formen in Stuckgips und das Gießen in Bronze machen ihre Kunst ausdrucksstark und lassen ihre Figuren überaus menschlich wirken. Das wird gleich bei der ersten Figur auf dem Paulusplatz deutlich. "Der Hochradfahrer" lässt erkennen, wie schwer es ist das Gleichgewicht zu halten. Dabei ist der Tipp der Künstlerin von Bedeutung, sich die Figuren von allen Seiten anzuschauen. Ein Gewinn, der Eindruck und die Sicht auf das Kunstwerk erweitert sich. 

Das werde ich künftig beherzigen. Nina Koch ist als Pfarrerstochter aufgewachsen, immer in der Auseinandersetzung mit christlichen und biblischen Themen und das was ihren persönlichen Glauben ausmacht. 

Das begleitet sie wie ein roter Faden durch ihr Leben und Arbeiten.  

Besonders beeindrucken mich ihre kraftvollen, mutigen und entschlossenen Frauengestalten. 

Im Park der Menschenrechte - eingerahmt von Schule und Kita - steht die Figur "Maternitá" - Mutter mit Kind. 

Ganz bewusst hat Nina Koch sich entschieden Maria so darzustellen. Sie trägt ihr Kind auf dem Arm und umschließt den kleinen Körper fest mit ihren Händen. Beide sind sich liebevoll zugewandt und schauen sich an. 

Mutter und Kind sind ganz bei sich. Maria spricht mich in dieser ausdrucksstarken Symbolik an. 

Ich wünsche uns allen authentische und liebevolle Beziehungen und immer wieder eine neue Zugewandtheit.

 

Katharina Brechmann