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April 2021

„Soon will the Wellerman come…“

Foto: D. Brünger

Seit ich dieses Lied im Radio gehört habe, geht mir die Melodie nicht mehr aus dem Kopf. Ein Shanty, das ganz oben auf der Hitliste steht. Kennen Sie es auch schon? Wenn nicht, dann lassen Sie sich doch anstecken von seiner Kraft und Hoffnung. Nathan Evans Wellerman Family Tree — shantytok mashup/supercut - YouTube

Ursprünglich kommt es von dem Briefträger Nathan Evens aus Schottland, den es sehr überraschte, dass sein Lied so eingeschlagen hat. Inzwischen weltweit.

Der Inhalt des Liedes handelt von dem neuseeländischen Walfang des 19. Jahrhunderts. Damals jagten die Menschen unter Lebensgefahr Wale und waren einige Zeit dafür auf See. Aber nur so weit draußen, dass sie zwischendurch von einem Versorgungsschiff angesteuert werden konnten. Diese Versorgungsschiffe gehörten der Firma Weller. Sie, die Wellermen - brachten den Seeleuten den lang ersehnten Zucker, Tee und Rum – wie es im Refrain immer wieder zu hören ist.

Warum ist das Lied in unserer Zeit zu solch einem Erfolg geworden? Ich vermute mal, dass sich viele Menschen in der Situation befinden, in der sie sich auch sehnlichst eine Verbesserung ihrer Lebenssituation herbeiwünschen. Ein Leben ohne Maskentragen müssen, mal wieder auf unkomplizierte Weise feiern können, sich mal wieder in den Arm nehmen können, frei und ohne Angst leben können. Die dunkle Zeit des Lebens verlassen und unbeschwert das Leben genießen können. Da geht es uns wie den Seeleuten im Lied. Sie erwarten auch nicht nur Zucker, Tee und Rum – das ja für Freude nach all der Arbeit steht, sondern auch eine Rückkehr aus der Lebensgefahr in das Leben.

Diese Hoffnung passt schon zu dem, was Ostern bedeutet – nur nicht so fromm!

Zum Weiterlesen: Psalm 107, 23-32

 

Christa Mertens

 

(Song-Text)