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"Wir brauchen solche Runden mit Ideen und Anregungen“

< kfd begrüßt frauenfördernde Inhalte im Sondierungspapier
31.01.2018

Luden zu Diskussion über die Aufwertung und Neuverteilung der Sorgearbeit ein: die Vertreterinnen aus dem Ausschuss für Gleichstellung, MdL Regina Kopp-Herr (SPD) aus Bielefeld und MdL Martina Hannen (FDP) aus Lippe (vorne v.l.) sowie die kfd-Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann, die Diözesanleitungsteammitglieder Dorothee Brünger und Marita Brall vom Arbeitskreis „kfd in Gesellschaft“, die Delegierte für den Diözesanverband im kfd-Bundesausschuss „Frauen und Erwerbsarbeit“ Uta Fechler und die Diözesanreferentin Marita Melzer (hinten v.l.). Foto: kfd-Diözesanverband

„Aufwertung und Neuverteilung der Sorgearbeit sind überfällig“, lautete das Thema einer Aktuellen Stunde in der Paderborner Geschäftsstelle des kfd-Diözesanverbandes. Moderatorin war Diözesanleitungsteammitglied Dorothee Brünger vom Arbeitskreis „kfd in Gesellschaft“. Sie begrüßte 18 Gäste. Dazu gehörten die Vertreterinnen aus dem Ausschuss für Gleichstellung, MdL Regina Kopp-Herr (SPD) aus Bielefeld und MdL Martina Hannen (FDP) aus Lippe. Die NRW-Landtagsabgeordneten diskutieren mit den Teilnehmerinnen über die landespolitischen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ergeben.

Die Delegierte für den Diözesanverband im kfd-Bundesausschuss „Frauen und Erwerbsarbeit“ Uta Fechler und Diözesanreferentin Marita Melzer hatten sich auf das Format „kfd trifft Politik“ gut vorbereitet und legten die Positionen des größten deutschen Frauenverbandes vor. Gleichstellung sei in Deutschland ein noch nicht erreichtes Ziel. Die kfd begrüße die Ergebnisse zum zweiten Gleichstellungbericht und freue sich darüber, dass dieses Gutachten endlich auch auf den Wert der Sorgearbeit und ihre Verteilung in der Gesellschaft blicken würde. Es greife wesentliche Aspekte auf, die die kfd seit längerem fordere: „Lebensphasen, in denen Sorgearbeit im Zentrum steht, müssen sozial abgesichert werden. Dazu gehören die bessere Anerkennung von Pflegezeiten in der Rente.“ Ebenso fordere das Gutachten die Aufwertung von Berufen in Erziehung, Pflege, Gesundheit und Haushaltsbezogenen Dienstleistungen, in denen gesellschaftliche Sorgearbeit geleistet wird.

Regina Kopp-Herr (SPD) wurde konkret: „8.000 neue Stellen in Pflegeeinrichtungen zu schaffen, ist gut. Wir brauchen aber eine weitergehende Ausbildungsoffensive, endlich die Umsetzung der besseren Rückkehrmöglichkeit von Teil- in Vollzeit und ein Wiedereinstiegsprogramm. Mit Interesse habe ich die positive Einschätzung des kfd-Sondierungspapiers gelesen. Hier, wie auch im Austausch vor Ort, wird deutlich, dass sich das Gespräch zwischen SPD und kfd-Frauen lohnt.“

Martina Hannen (FDP) machte deutlich: „Gerade das so wichtige Thema Sorge im privaten und beruflichen Bereich mit Frauen in verschiedensten Lebenssituationen diskutieren zu können und Erfahrungen mitnehmen zu dürfen, ist für unsere Arbeit in Düsseldorf ungemein wichtig. Vor allem in der häuslichen Sorge ist ein noch weitergehendes gesellschaftliches Umdenken notwendig.“

Die kfd-Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann zog ein positives Fazit: „Politik braucht Austausch und Netzwerke, wir als Verband auch. Die Gesprächsrunde ermöglicht ein Einspielen von spezifischen Frauenthemen an politisch Verantwortliche. Mit diesem Format geben wir unseren kfd-Frauen die Chance, ihre Stimme nicht nur durch ein Kreuz auf dem Wahlzettel zu bekunden.“

Die Landtagsabgeordneten betonten: „Wir brauchen solche Runden mit guten Ideen und Anregungen.“ Abschließend nahmen sie die Arbeits- und Positionspapiere der kfd in Empfang und versicherten: „Wir kommen gern wieder.“