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Vorträge und Neuigkeiten bei der Bezirksleiterinnentagung

< Wallfahrtskollekte: 13076,47 Euro an vier Frauenprojekte
29.01.2016

Zur Bezirksleiterinnen-Tagung des kfd-Diözesanverbandes begrüßten die Vorsitzende Marlis Meermeier (Mitte) sowie die zweiten Vorsitzenden Katharina Brechmann (li.) und Inge Dahlbüdding-Heintel (re.) die Referentinnen Angelika Tuschhoff (2.v.l.) und Zuzanna Stein (2.v.r.).

Wichtige Verbandsthemen und drei interessante Vorträge standen auf dem Programm der Wochenend-Tagung des Diözesanverbandes. Dazu begrüßte die Vorsitzende Marlis Meermeier 40 Bezirks- und Regionalleiterinnen im Immaculata-Haus in Paderborn. Zuzanna Stein berichtete von ihren Erfahrungen in der Integrationsbildungsarbeit. Angelika Tuschhoff gab Einblicke in die Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA). Betina Zimmermann diskutierte mit den Frauen über die Bedeutung der kfd für das Zukunftsbild des Bistums.

Referentin Zuzanna Stein ist bei der Katholischen Bildungsstätte für Erwachsenen- und Familienbildung (kbs) in Bielefeld zuständig für die Spätaussiedlerbildung- und Migrationsbildungsarbeit. „Suchen Sie sich Kooperationspartner, wenn sie eine interkulturelle Veranstaltung in Ihrem Ort gestalten möchten“, machte sie den Frauen Mut, Vertreter aus Verwaltung und Politik auf ihre Ideen anzusprechen. „Unterstützung bei der Durchführung und nützliche Tipps zur Finanzierung erhalten Sie in der kbs in Ihrer Nähe.“ Als Ehrenamtliche nahm die Sozialwissenschaftlerin an der Ausbildung zur zertifizierten Kulturmittlerin teil, einem Projekt des kfd-Bundesverbandes auf Landesebne. In Anknüpfung daran bietet der Diözesanverband ein abrufbares Angebot für kfd-Gruppen an. Infos zu diesem Workshop mit Methoden aus der Theaterpädagogik gibt es auf der Homepage.

Ein realistisches Bild der schwierigen Situation allein Erziehender und ihrer Kinder vermittelte die Bildungsreferentin des kfd-Bundesverbandes Angelika Tuschhoff. Die Diplom-Pädagogin vertritt die kfd in der Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA). Sie wurde 1986 von der kfd als größtem Verband, vom Katholischen Frauenbund und vom Sozialdienst katholischer Frauen (skf) gegründet. Seit 1996 gäbe es einen starken Anstieg der Ein-Eltern-Familien. Neun von zehn allein Erziehenden seien Frauen, häufig ungewollt nach Trennungen. Es beträfe jede fünfte Familie und insgesamt 2,2 Millionen Kinder. Ein Drittel der Mütter mit guten Schul- und Berufsqualifikationen würde die aufreibende „Lebensform zweiter Klasse“ gut meistern, für zwei Drittel wäre das Armutsrisiko doppelt so hoch wie für Frauen in Zwei-Eltern-Familien. Lediglich 50 Prozent erhielten Unterhalt von den Vätern. Tuschhoff berichtete von Initiativen der AGIA in gesellschaftspolitischen, steuerrechtlichen und kirchlichen Fragen und der Zusammenarbeit mit Fachstellen und Verbänden. Abschließend machte sie den Vorschlag, dass sich die kfd-Gemeinschaften um diese Frauen ohne Lobby kümmert könnten. Das gelte auch für die Großmütter, die nach Trennungen oft in Sorge um den guten Kontakt zu ihren Enkelkindern wären.

Betina Zimmermann, Projektleiterin in der Bistumsentwicklung wenn es um die Wirksamkeit pastoralen Handelns geht, verstand es brillant den Zuhörerinnen das Zukunftsbild näher zu bringen. „Die kfd lebt es schon lange. Ihre Gemeinschaften bieten viele Schnittpunkte in den Gemeinden und Pastoralen Räumen“, lauteten ihre wohltuenden Worte. Sie sei selbst kfd-Mitglied und sie schätze den Verband. „Halten Sie sich nicht an dem auf, was nicht gelingt. Freuen Sie sich bei allen Unwegsamkeiten über das Positive“, so ihr dringender Appell. Die stellvertretende Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann stellte eine gemeinsame Arbeit der AG-Verbände vor. Es ist ein Kartenset zu den zwölf zentralen Aussagen des Zukunftsbildes mit Fotos, verbandlichen Aussagen und anregenden Impulsen. Damit können kfd-Gruppen die Leitzsätze gut vor Ort besprechen und anwenden. Vorgestellt wurde auch das Projekt „Neue Wege in die kfd“. Dabei geht es um eine Idee zur Begleitung von örtlichen Gruppen, die neue Zugangswege für interessierte Frauen entwickeln und ausprobieren möchten.