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„Ökofair unterwegs“

< Abschied nach 24 Jahren Einsatz für die kfd
01.05.2018

„Ökofair unterwegs“

Unter dem Motto „Ökofair unterwegs“ besuchten 44 Frauen des kfd-Stadtverbandes Dortmund am 18.04.2018 mit 8 jungen Gästen zwei sehr interessante Standorte nachhaltigen Handelns im östlichen Westfalen.

Die Tagesfahrt war integriert in das Teilprojekt „Ökofairer Ausflug“ des kfd Diözesanverbandes Paderborn im Zusammenhang mit dem Bundesprojekt kfd „Zukunft: nachhaltig und geschlechtergerecht“.

In Gütersloh war es die ökologisch und fair produzierende Bekleidungsfirma Maas Natur GmbH, überwiegend eine Versandfirma, die die Teilnehmerinnen durch helle, lichtdurchflutete Räume führte.

Werdegang, Firmenphilosophie, Farbauswahl und Design, Katalogherstellung, Versand und Qualitätskontrolle, aber auch die umfänglichen Probleme mit den zunehmenden Retouren waren Themen der Führung. Die überall vorhandenen Farben und Materialien bildeten die Begleitmusik. Die Firma verwendet ausschließlich natürliche Materialien wie Ökobaumwolle, Wolle und Seide ohne Beimischung synthetischer Fasern. Die Herstellung erfolgt in Deutschland für den Wollbereich und in der Türkei für die Baumwollware. Die Biobaumwolle wird in der Türkei angebaut und weiterverarbeitet. Die für Maas arbeitenden Produktionsfirmen werden regelmäßig auf Einhaltung ökologischer und sozialer Standards überprüft. Da viele Handelswege wegfallen, können die Waren im mittleren Preissegment gut mithalten.

In Bielefeld erhielten die Frauen nach einem reichhaltigen Mittagessen im integrativ arbeitenden Hotel „Lindenhof“ eine Einführung in die umfangreiche Arbeit der Stiftung Bethel. Bei diesem „nachhaltigen Ausflug“ interessierte vor allem die Altkleidersammelstelle „Brockensammlung“ mit angeschlossenem Secondhandladen. Die Altkleider kommen aus ganz Deutschland und werden sortiert: was nicht mehr verwendbar ist, geht in den Reißwolf, um daraus Füll- und Polstermaterial zu machen. Etwa 50% ist noch tragbar, aber nur ein Bruchteil kann im eigenen Laden oder in den eigenen Einrichtungen weiter verkauft oder verwendet werden. Diese Sachen gehen auf Märkte im Ausland, wobei die Teilnehmerinnen dies das kritisch betrachteten, denn es ist bekannt, dass Altkleider aus Deutschland z.B. auf afrikanischen Märkten die dortige Bekleidungsindustrie zerstören. Doch die Brockensammlung gibt Menschen Arbeit, die durch die Stiftung Bethel betreut werden.

„Insgesamt ein schöner Tag mit wichtigen Eindrücken und wertvollen Erkenntnissen“, stellte die Organisatorin des „Okofairen Ausflugs“, Thea Jörissen fest.