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Entwicklungspolitik nicht ohne Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit

< Fünf neue Geistliche Begleiterinnen beauftragt
26.11.2017

Zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ am 25. November riefen die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) –­ Bundesverband e.V und das katholische Hilfswerk missio Aachen dazu auf, sich besonders für den Schutz von Mädchen und Frauen vor Gewalt stark zu machen.

Gemeinsam lenken sie 2017 das Augenmerk auf das westafrikanische Land Burkina Faso, in dem Mädchen und Frauen in besonderer Weise von struktureller und direkter Gewalt betroffen sind:
In Burkina Faso werden jährlich zunehmend tausende Mädchen zwangsverheiratet, manche schon im Alter von elf oder zwölf Jahren. Frauen werden teilweise der sogenannten „Hexerei“ verdächtigt, bedrängt und müssen aus ihren Heimatorten fliehen. Trotz gesetzlichen Verbots ist Genitalverstümmelung weit verbreitet und die Müttersterblichkeit eine der höchsten der Welt.

„Die Kirche in Burkina Faso sieht nicht tatenlos zu und hilft mit Bildungsinitiativen, Schutzprogrammen und Hilfe zur Selbsthilfe. Dafür geben starke Ordensfrauen und Laien oft die entscheidenden Impulse“, so missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. „Die Leistung dieser Frauen im Kampf gegen Gewalt und für eine umfassende Gleichberechtigung muss mehr als bisher gewürdigt und vor allem unterstützt werden.“

Dazu die kfd-Bundesvorsitzende Mechtild Heil: „Wir engagieren uns für gerechte, gewaltfreie und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen weltweit. Das Schicksal von Frauen und Mädchen in Burkina Faso darf uns nicht gleichgültig sein. Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Geschlechterdimension gehören untrennbar zusammen, um die drängenden Probleme der Welt­gemeinschaft zu lösen.“ Diese Aspekte müssten zentrale Kriterien für die Entwicklungspolitik sowie bi- und multilatera­len Abkommen Deutschlands sein, so Heil weiter: „Eine zukunftsfähige Gesellschaft erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit den globalen Ressourcen ebenso wie die Beseitigung jeder Diskriminierung von Frauen und Mädchen.“