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Die Geduld der Frauen ist am Ende

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16.05.2019

Hunderte kfd-Gruppen streiken im Rahmen von Maria 2.0

Der kfd-Bundesverband und das kfd-Diözesanleitungsteam Paderborn freuen sich mit den Initiatorinnen der Aktion Maria 2.0 über den gelungenen Auftakt der Streikwoche am vergangenen Wochenende.

Bundesweit legen Frauen seit Samstag ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten (etwa als Lektorinnen und Katechetinnen, in Pfarrgemeinderat und Hospizarbeit sowie bei Besuchsdiensten) nieder und bleiben Gottesdiensten fern. Hunderte kfd-Gruppen beteiligen sich an dem Streik.

Mechthild Heil, Bundesvorsitzende der kfd: "Genau wie unsere Aktion #MachtLichtAn zeigt Maria 2.0: Frauen sind die treibende Kraft der Veränderung in der Kirche. Wir reden längst nicht mehr von Kavaliersdelikten, tolerierbaren Missständen oder netten Zugeständnissen. Wir reden von dauerhafter geschlechtlicher Diskriminierung und einem hoffnungslos veralteten, machtverkrusteten Apparat, der die Zeichen der Zeit nicht wahrhaben will."

Ob der "Pinke Punkt" in der Schweiz, die Initiative "Overcoming Silence", der wachsende Unmut der Ordensoberinnen oder die hitzigen Debatten bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken vorige Woche zu "Rolle und Ämter von Frauen": Die Geduld der Frauen sei am Ende, so Heil.

"Wenn die Amtskirche nicht riskieren will, noch mehr Frauen gehen zu sehen, muss sie jetzt handeln. Wir setzen große Hoffnungen in den angekündigten synodalen Weg, dass dort die notwendigen Veränderungen passieren. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns umso mehr, dass sich viele kfd-Gruppen beteiligen."

Heil appelliert an die Bischöfe, den Streik und seine hohe Beteiligung als unmissverständliches Zeichen für die Ungeduld der katholischen Frauen angesichts jahrzehntelanger Kränkung und versperrter Türen zu erkennen: "Diese Ungeduld bricht sich jetzt Bahn und zeigt, dass Reformen überfällig sind."