Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor alltäglich - kfd ruft anlässlich des Weltfrauentages zur Solidarität auf 04.03.2010
Trotz der Erfolge von Frauenrechtlerinnen und Frauennetzwerken sind Frauen nach wie vor in vielen Ländern der Welt Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. So lautet das Fazit der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), mit rund 600.000 Mitgliedern der größte Frauenverband in der Bundesrepublik, anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentages.
"Frauen werden auf vielfältige Art und Weise in ihrem grundlegenden Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit verletzt. Wirtschaftliche Abhängigkeit, fehlende Eigentumsrechte sowie mangelnde Bildung und die grundsätzliche Geringschätzung von Frauen sind die wesentlichen Ursachen dafür", so kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen. Vermeintlich traditionelle Praktiken wie Zwangsverheiratungen minderjähriger Mädchen und Genitalverstümmelungen sind in vielen Teilen der Welt auch heute noch üblich. Armut ist oft der Grund dafür, dass Frauen als Haushalts- oder Sexsklavinnen verkauft werden. Manche haben keine andere Wahl und können ihren Lebensunterhalt nur als Prostituierte verdienen. "Ohne Hilfe und Unterstützung können sich diese Frauen nicht aus ihrer Zwangslage befreien. Sie sind auf unsere Solidarität angewiesen", begründet Opladen den Aufruf der kfd.
Ganz konkret engagiert sich der Verband beim Weltgebetstag der Frauen am 5. März 2010. Zusammen mit Christinnen anderer Konfessionen solidarisieren sich Frauen weltweit im Gebet mit ihren Anliegen. Mit den Geldern aus den Kollekten des Weltgebetstages werden zahlreiche Projekte in aller Welt gefördert, die Frauen ermutigen, für ihre Rechte zu kämpfen. In diesem Jahr wurde der Gottesdienst von Frauen aus Kamerun vorbereitet.


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Letzte Aktualisierung:
01.09.2010 - 20:27 Uhr


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