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| Kindeswohl im Vordergrund: kfd befürwortet Ausweitung der Elternzeit |
28.01.2010 |
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Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) befürwortet die Absicht von Familienministerin Kristina Köhler, die Zahl der Partnermonate von derzeit zwei auf vier Monate zu erhöhen. Im Sinne des Kindeswohls fordert der mit rund 600.000 Mitgliedern größte Frauenverband in der Bundesrepublik jedoch die weitere Ausdehnung der finanziell unterstützten Elternzeit.
"Die Geburt eines Kindes markiert für die Familien immer auch den Beginn einer neuen Lebensphase. Zur Stabilisierung der neuen Lebenssituation und um eine tragende Beziehung zwischen Eltern und Kind aufzubauen, braucht es länger als die derzeit vorgesehenen 12 plus vier Monate", so Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der kfd. Sie beruft sich dabei auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse, nach denen die grundlegende Ausbildung des Urvertrauens in einem Alter von rund 18 Monaten ausreichend gefestigt ist. Danach können sich Kinder leichter anderen Bezugspersonen zuwenden.
Eine weitere Ausweitung der Elternzeit auf insgesamt 12 Monate plus sechs Partnermonate sei daher nur konsequent, so Opladen. Derzeit werde die Elternzeit immer noch überwiegend von Müttern in Anspruch genommen. Durch die stärkere Einbindung der Väter werde eine partnerschaftlich aufgeteilte Zuständigkeit für Familie und Beruf sichtbarer. Väter hätten so die Gelegenheit, aktiver als bisher an einer der prägendsten Entwicklungsphasen im Leben ihres Kindes teilzuhaben.
Indirekt erhofft sich der Verband einen positiven Effekt auf die Personalpolitik der Unternehmen. Durch die Ausweitung der Partnermonate seien diese gezwungen, in Bezug auf ihre Familienfreundlichkeit noch deutlicher als bisher Position zu beziehen. |
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