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September 2018

„Wollt auch ihr weggehen?“

Foto: Chr. Mertens

Diese Entscheidungsfrage kennen wir aus der Hl. Schrift (Joh 6,60). Jesus und seine Jüngerinnen und Jünger befanden sich in dem Bericht in einer Krisensituation. Viele murrten und fanden seine Worte unerträglich. Sie zogen sich wirklich zurück und gingen nicht mehr mit ihm. Die Reaktion von Jesus ist provozierend. „Wollt auch ihr weggehen?“

Wir erleben solche Krisen zurzeit immer häufiger – in unserer Gesellschaft, in Kirche, in der kfd. Es ist die Zeit der bewussten Entscheidungen. Viele stimmen mit den Füßen ab und kommen einfach nicht mehr zu Veranstaltungen, Sitzungen, Gottesdiensten. Je vielschichtiger und vielfältiger unser Umfeld ist, umso wichtiger ist es aber, klare Positionen zu beziehen, sich innerlich ganz bewusst zu etwas zu stellen.

Aber wie können wir in der Flut der Angebote, Meinungen, usw. Orientierung bekommen? Petrus stellt da die richtige Frage: zu wem sollen wir denn gehen? Wer gibt uns Halt, wessen Einstellungen und Überzeugungen dauern an und sind nicht mit der nächsten Entwicklung ungültig, unbrauchbar. Was oder wer trägt wirklich durchs Leben?

Petrus spürt, dass Jesus etwas Besonderes ist. Das, was er sagt ist „irgendwie“ richtig, zeugt von Lebenserfahrung und Lebensweisheit. Da kann man etwas mit anfangen, auch wenn es zunächst nicht danach aussieht und oft auch schwierig ist. Lässt man sich auf seine Worte ein, dann sind sie bereichernd fürs Leben, sie geben Kraft und Orientierung, sind wie ein roter Faden, ein Anker im Leben.

Wir würden heute schon lange nicht mehr aus diesen Jesusworten leben, gäbe es da nicht den Geist Gottes – die Ruach, die bewirkt hat, dass wir auch heute noch aus diesen Worten Jesu leben können. Immer wieder neu! Es hängt an unserer Entscheidung, ob ich mich auf diesen Jesus einlasse, mich vom seinem Geist leiten lasse, mich von seiner Geistkraft erfüllen lasse.

Entscheide ich mich mit ganzem Herzen dafür, dann werde ich spüren, dass dieser Geist meinen Körper und meine Seele stärkt, ich ebenso tiefer mit Gott verbunden bin. So verbunden führt mich die Geistkraft Gottes durch Krisen und Orientierungslosigkeit hindurch und ich darf Stärke, Mut und Hoffnung spüren.

„Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke“                 Neh 8,10

 

Christa Mertens

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