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November 2015

Vom Abschiednehmen

Foto: hugo333/photocase.com

Auch, wenn wir vielleicht den goldenen Herbst noch genießen, so ist der November doch der Monat, wo es um´s Abschiednehmen geht – Abschiednehmen von der blühenden Natur, die Besinnung auf das Vergehen allen Lebens. Auch im Kirchenjahr gehen wir auf das Ende zu.

Abschiednehmen will gelernt sein. So bedeutet der Blick auf das Ende nicht, dass alles in Tod und Trauer sinken muss. Ganz im Gegenteil. Das „hier und jetzt“ kann dichter erlebt werden.

So birgt der Monat November eine Botschaft an uns, die der folgende Text (Quelle unbekannt) verdeutlicht:  

Ich denke oft,

wenn dies mein letzter Tag auf Erden wäre,

und ich hätte nach der Nacht, die einbricht, keinen neuen Morgen mehr….

Wie würde ich aus dem Leben scheiden?

Wie sollte meine letzte Stunde sein?

Würde ich sie preisen als das Ende meiner Leiden oder würde ich um Aufschub bitten?

Ich wünsche mir,

dass ich, bis diese letzte Stunde naht, noch nehmen kann und weiterschenken,

und, dass das Leben nicht mit Glücksmomenten spart.

Solange ich noch Grund zum Lachen finde und Zeit zu lieben und zu streiten

und jeden Tag auf Gottes Beistand gründe, sag ich zum Leben immer wieder JA.

 

Und jeder Tag soll wie der letzte sein, ganz wichtig und ganz einzigartig,

soll Abschied sein und Wiederfinden und soll mich von der Todesangst befrei`n.

So möchte ich am Ende sagen:

Mein Becher war gefüllt bis an den Rand, und wenn es jetzt Zeit zum Sterben ist, will ich auch dieses letzte Abenteuer wagen.

 

Christa Mertens

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