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Mai 2017

Im Gleichgewicht mit sich und Gott

Foto: D. Brünger

Der Frühling lockt uns nach draußen. Die Tage werden länger und laden ein, einen ausgedehnten Spaziergang in der Natur zu machen oder das Fahrrad aus dem Schuppen zu holen. Auf dem Sattel Gottes Schöpfung zu erleben tut gut  - und Bewegung an frischer Luft macht gute Laune. Es kann schon mal anstrengend werden, doch wer sich anstrengt, wächst über sich hinaus.

Die französische Sozialarbeiterin und Schriftstellerin Madeleine Delbrel (1904 - 1964) ließ sich durchs Radfahren anregen, eine "Fahrrad-Spiritualität" zu verfassen.

Sie sagt darin, dass wir, um die Richtung für Christus zu behalten, immer weiter gehen müssen, auch gegen unsere innere Trägheit. Das Gleichgewicht für Christus kann man nur in Bewegung halten. Sie vergleicht diese Einstellung mit einem Fahrrad, das immer fahren muss, um nicht umzufallen. So sieht sie uns Menschen in einem Ungleichgewicht, wenn wir im Glauben träge werden, aber in einem Gleichgewicht, wenn wir uns auf Christus einlassen.

Madeleine Delbrel sprach in ihrem christlichen Sozialzentrum in einem Vorort von Paris auch kommunistisch und atheistisch geprägte Leute an. Sie ermunterte die Menschen, Gott in ihren jeweiligen Alltagssituationen, bei der Küchenarbeit oder beim Fahrradfahren zu erfahren.

Engagement in der kfd braucht immer wieder Oasen zum Aufatmen. Das kann beispielsweise eine Begegnung mit Gott an den sogenannten Andersorten sein. Das hilft in seelischem Gleichgewicht und geistig in Bewegung zu bleiben - offen für Neues.

Auch Spaziergänge und Radtouren können dazu beitragen. Durch die Auszeit vom Alltag ermöglichen sie, Jesus Christus im Blick zu haben und neue Energie zu schöpfen.

 

Dorothee Brünger

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