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Mai 2015

Wonnemonat Mai

Andrew Mayovskyy/123rf.com

Wohl kein anderer Monat als der Mai ist so ein strahlender Monat, der die Herzen der Menschen öffnet. Die Natur ist zu neuem Leben erwacht, überall grünt und blüht es.

Diese Veränderungen in der Natur haben auch Auswirkungen auf uns, unsere Seele. Dieses Aufblühen lässt uns mit uns selbst in Kontakt kommen. Es macht uns deutlich, dass sich in uns – uns vielleicht verborgen – eine Quelle der Schönheit befindet, die jetzt im Erleben der Natur, Nahrung findet.

Gottesbegegnung

In dem ich mich berühren lasse von dem Schönen,                                                   es bestaune,                                                                                                           wahrnehme, was da ist,                                                                                           erfahre ich etwas von der Urschönheit Gottes.          

Wohl keine andere Mystikerin hat so sehr die Natur in einer lebendigen Einheit mit Gott und Mensch gesehen, wie Hildegard von Bingen. Sie spricht von Gott als Grünkraft, die alles - auch uns Menschen -  durchwebt und durchlebt. Wir können gerade jetzt erleben, wie sich diese Grünkraft durchsetzt, wie viel Kraft sie besitzt, wie viel Leben in ihr steckt.

Einladung

Bei einem Spaziergang, einem Blick durchs  Fenster, oder beim Wahrnehmen einer inneren Sehnsucht:

spüren Sie dieser Grünkraft in sich nach, nehmen Sie wahr, was in Ihnen leben möchte….

oder:

nehmen Sie sich Zeit, etwas Schönes auf sich wirken zu lassen, z.B. eine Blume, eine Landschaft,…

Dann ziehen Sie den Blick zurück auf sich selbst und stellen sich vor: all diese Schönheit ist auch in mir. Gott hat uns als sein Abbild geschaffen, so wie ich bin, ist es gut. Ich muss nichts verbergen. In mir, so wie ich jetzt bin, leuchtet Gottes Schönheit auf.

Gebet der Hildegard von Bingen

Wenn ich mit offenen Augen betrachte, was du, mein Gott, geschaffen hast, besitze ich hier schon den Himmel. Ruhig sammle ich im Schoß Rosen und Lilien und alles Grün, während ich deine Werke preise. Dir schreibe ich meine Werke zu. Freude entspringt der Traurigkeit, und die Freude macht glücklich.

 

Christa Mertens

 

 

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