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Oktober 2017

Warten auf den goldenen Oktober

baks/123rf.com

„Nach dem Sommer haben wir uns doch einen schöneren Herbst verdient!“

So begrüßte mich heute Morgen die Marktfrau, als ich im Starkregen und Sturm bei ihr am Stand war, um unseren Bedarf an Früchten und Gemüse für die kommende Woche einzukaufen. Ich konnte ihr Empfinden nur bestätigen.

Die Sehnsucht nach wärmenden sonnendurchfluteten Tagen wächst bei vielen. Gerade in Anbetracht des dunklen und kalten Wetters und der Erwartung des bevorstehenden Winters.

Angeregt durch diese zu Sehnsucht, werden mir zwei Dinge deutlich:

Zum einen, wie sehr wir Menschen doch das Licht und die Wärme in und um uns brauchen. Es macht spürbar, was es heißt, wenn Jesus sagt: Ich bin das Licht (die Wärme)für die Welt

Zum anderen – wenn ich immer nur auf das Negative, das Dunkle schaue, das mich gerade umgibt, dann erscheint vieles traurig, depressiv, schlecht. Ich ziehe mich sozusagen selbst mit diesen Gedanken „nach unten“.

Da wünsche ich mir doch die Spiritualität des Franz von Assisi. Selbst im Regen und Sturm lobt er Gott und gibt ihm die Ehre:

„Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Wind, für Luft und Wolken und heiteres und jegliches Wetter, durch das du deine Geschöpfe am Leben erhältst. Gelobt seist du, mein Herr, für Schwester Wasser. Sehr nützlich ist sie und demütig und kostbar und keusch. Lobt und preist meinen Herrn. Und dankt und dient ihm mit großer Demut“.

Mit seiner Einstellung schafft er es, den Schalter umzulegen. Nicht auf sich zu schauen, sondern sich in einem größeren Zusammenhang zu sehen mit der Natur, den Pflanzen und Blumen, den Tieren und nicht zuletzt den Mit- Menschen. Diese Sichtweise gewinnt Franz von Assisi indem er Gott als den Schöpfer preist, der dem, was er geschaffen hat, auf ewig die Treue hält. Dafür ist ihm von Herzen zu danken.

Gott für das zu loben, was mich gerade umgibt, weckt eine positive Sicht auf die Dinge, lässt mich Licht und Wärme spüren, obwohl das Wetter es anders mit uns meint.

 

Christa Mertens

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